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Mitteilungspflichten nach Tierarzneimittelgesetz AMG § 58a,b - Antibiotika-Datenbank

(Stand: 12.01.2016)

Neu: Beispiel zur Berechnung der Therapiehäufigkeit in der TAM-/Antibiotika-Datenbank zum Download (PDF)

bullet Beispiel Berechnung der Therapiehäufigkeit
bullet Beispiel Berechnung der Therapiehäufigkeit (Hähnchenmast)

Neu: Handbücher zur Anmeldung und Durchführung der Mitteilungen in der TAM-/Antibiotika-Datenbank zum Download (PDF)

bullet Handbuch für Rinderhalter
bullet Handbuch für Schweinehalter
bullet Handbuch für Geflügelhalter

Neu für Rinderhalter: Anzeige des Durchschnittsbestandes im Bestandsregister in der Rinderdatenbank, Details siehe unten

Hier finden Sie eine Kurzanleitung zu den wichtigsten Fragen und Menüfunktionen - ohne rechtliche Gewähr. Bei Unklarheiten oder Detailfragen wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Veterinärbehörde.

Wichtige Fragen / Entscheidungshilfen zur Mitteilungspflicht

Wer kann mir bei Fragen helfen?

bulletBei fachlichen und rechtlichen Fragen - die zuständige Veterinärbehörde
bulletFür Hilfestellung beim Melden - die beauftragten Stellen des Landes, z. T. sind bereits Regionalstellen benannt. Da dies landesspezifisch geregelt ist, wenden Sie sich ansonsten bitte an Ihr zuständiges Veterinäramt
bulletBei schwerwiegenden technischen Problemen mit diesem Meldeprogramm HI-Tier - der Betreiber der HI-Tier-Datenbank

Muss ich überhaupt melden?

Nach dem AMG sind Betriebe zur Mitteilung verpflichtet, die Rinder, Schweine, Hühner oder Puten zur Mast  berufs- oder gewerbsmäßig halten.

bulletWenn das für Sie nicht zutrifft => keine Mitteilungspflicht nach AMG,
bulletwenn Sie nicht sicher sind => bei der zuständigen Behörde erkundigen
bulletwenn oben Genanntes auf Sie zutrifft => lesen Sie bitte weiter ....

Ich habe keine Betriebsnummer - wie kann ich Mitteilungen in der Tierarzneimittel-Datenbank TAM-HIT durchführen?

Wenn Sie die Mitteilungen elektronisch durchführen wollen, also an die TAM-HIT-Datenbank melden, müssen Sie eine Betriebsnummer bei der zuständigen  Adressdatenstelle beantragen.  Die Adressdatenstelle ordnet auch die Betriebstypen zu - es findet durch die Datenbank KEINE automatische Betriebstypenzuordnung statt. Näheres siehe auch unter "Zugang zur TAM-HIT-Datenbank" weiter unten.

Ich habe bereits eine Betriebsnummer, kann ich damit Mitteilungen an die TAM-HIT-Datenbank machen?

Wenn Ihrer Betriebsnummer ein Betriebstyp "Tierhalter" (z.B. Rinderhalter, Schweinehalter, Geflügelhalter) zugeordnet ist, erhalten Sie nach Anmeldung in der HI-Tierdatenbank automatisch Zugriff auf die Arzneimittel-Datenbank (TAM). Welche Betriebstypen Ihrer Betriebsnummer zugeordnet sind, können Sie unter dem Menüpunkt Betriebsdaten- erweiterte Übersicht einsehen. Haben Sie keinen "Tierhalter"-Betriebstypen, wenden Sie sich bitte an die zuständige Adressdatenstelle.

Ich bin Rinderhalter - muss ich "doppelt" melden?

Als Rinderhalter müssen Sie zunächst die Nutzungsart melden, da die Definition der "Produktionsrichtung" nicht der für "Mast" nach AMG entspricht. Für die Mitteilungen in der TAM-HIT-Datenbank zu Tierbestand/ Bestandsveränderungen gibt es die Möglichkeit, sich Vorschläge für Meldungen aus der Rinderdatenbank - in der Meldungen nach Viehverkehrsverordnung
(VVVO) erfasst werden - machen zu lassen -> Menüpunkt "...speziell für Rinderhalter". Die vorgeschlagenen Daten können dann für die TAM-HIT-Datenbank verwendet werden. Diese müssen hierfür jedoch nach Anzeige des Vorschlages und dessen Kontrolle auf Richtigkeit durch klicken auf "Ändern/Speichern" abgespeichert werden. Der abgefragte Vorschlag wird nicht automatisch für den TAM-Bestand abgespeichert.

Ich bin Rinderhalter und mäste Kälber unter und über 8 Monate - welche Nutzungsart muss ich mitteilen?

Wenn Sie Rinder unter und über der Altersgrenze von 8 Monaten mästen, bzw. die Tiere die Altersgrenze auf Ihrem Betrieb überschreiten und damit die Nutzungsart wechseln, melden Sie die Nutzungsarten "Mast bis 8 Monate" und "Mast ab 8 Monate". Damit können Sie sich auch für die Mitteilungen zum Bestand / Bestandsveränderungen die Eingabe-Tabellen beider Nutzungsarten nebeneinander anzeigen lassen. So wird der Übertrag bei "Nutzungsarten-Wechsel" mit Überschreiten der Altersgrenze vereinfacht, bzw. bei Abfrage des Vorschlags "Tierbestand / Bestandsveränderungen speziell für Rinderhalter" der Abgang in der einen Nutzungsart (Kälber) und der taggleiche Zugang bei der anderen (Rinder) nebeneinander angezeigt.

Ich bin Schweinehalter - muss ich "doppelt" melden?

Als Schweinehalter müssen Sie zunächst die Nutzungsart nach AMG melden. Die Mitteilungen zu Tierbestand/ Bestandsveränderungen müssen ebenfalls durchgeführt werden, da nach AMG andere Meldungen gefordert sind als solche, die Sie bereits nach VVVO in der Schweinedatenbank durchführen.

Ich bin Schweinehalter und mäste Ferkel (geschlossenes System) - welche Nutzungsarten muss ich mitteilen?

Wenn Sie die Ferkel die Sie mästen selber produzieren (geschlossenes System) oder klein (< 30 kg) zukaufen und diese bis über 30 kg mästen, melden Sie die Nutzungsarten "Mast bis 30 kg" und "Mast ab 30 kg". Damit können Sie sich auch für die Mitteilungen zum Bestand / Bestandsveränderungen die Eingabe-Tabellen beider Nutzungsarten nebeneinander anzeigen lassen. So wird der Übertrag bei "Nutzungsarten-Wechsel" mit Überschreiten der 30-kg-Grenze vereinfacht.

Ich bin Schweinehalter - wo kann ich meine Mitteilung des Tierbestands nach AMG machen?

Die Mitteilungen zu Tierbestand/ Bestandsveränderungen werden in der TAM-HIT unter dem Menüpunkt "Eingabe Tierbestand/ Bestandsveränderungen" erfasst. Sie entsprechen nicht der Stichtagsmeldung in der Schweinedatenbank!

Ich bin Geflügelhalter - wie kann ich in der TAM-HIT-Datenbank melden?

Wenn Sie eine 12-stellige Betriebsnummer nach Viehverkehrsverordnung haben und dieser ein Betriebstyp "Tierhalter" (Geflügelhalter) zugeordnet ist, erhalten Sie nach Anmeldung in der HI-Tierdatenbank automatisch Zugriff auf die Arzneimittel-Datenbank (TAM). Welche Betriebstypen Ihrer Betriebsnummer zugeordnet sind, können Sie unter dem Menüpunkt Betriebsdaten- erweiterte Übersicht einsehen. Haben Sie keinen "Tierhalter"-Betriebstypen, wenden Sie sich bitte an die zuständige Adressdatenstelle.

Ich mache meine Mitteilungen zu Antibiotikaverwendung bereits an eine andere Datenbank (QS, Praxissoftware) - muss ich trotzdem melden?

Ja. Laut Arzneimittelgesetz (AMG) sind Sie zur Mitteilung über Tierhaltungen (§58a) und Arzneimittelverwendung (§58b) unter bestimmten Voraussetzungen (Haltung von Rindern, Schweinen, Puten oder Hühnern zur Mast und Überschreitung der Bestandsuntergrenzen - siehe unten) verpflichtet. Die gesetzlich geforderten Mitteilungen an die zuständige Behörde können in schriftlicher Form (siehe unten) oder elektronisch in der TAM-HIT-Datenbank erfolgen. Die TAM-HIT-Datenbank bildet alle gesetzlich geforderten Mitteilungspflichten in Eingabemasken ab. Es stehen Schnittstellen zur Übermittlung von Daten zur Verfügung. Weitere technische Einzelheiten zum Programm und Schnittstellenbeschreibungen finden sich hier.

Wie sind Nutzungsart und Produktionsrichtung zu unterscheiden ?

Die Mitteilungspflicht nach AMG bezieht sich auf die sogenannte "Nutzungsart" d.h. die Mitteilung der Haltung bestimmter Tierarten zur Mast. Die im Bereich der HIT-Rinderdatenbank bereits vorhandene "Produktionsrichtung" für statistische Erhebungen hat eine andere Definition für "Mast", so dass die Daten für die Nutzungsart ungeeignet sind und eine separate Meldung erforderlich ist. Die genauen rechtlichen Definitionen der Nutzungsarten finden sich im AMG § 58a:

Nutzungsart Beginn
Mastkälber bis einschließlich 8 Monate  ab Zeitpunkt des Absetzens
Mastrinder ab einem Alter von über 8 Monaten  siehe links
Mastferkel bis einschließlich 30 kg  ab Zeitpunkt des Absetzens
Mastschweine über 30 kg  siehe links
Masthühner  ab Zeitpunkt des Schlupfes
Mastputen  ab Zeitpunkt des Schlupfes

Ab wann und für welchen Zeitraum gelten die Mitteilungspflichten?

Die Pflicht mitzuteilen, dass Sie eine oder mehrere mitteilungspflichtige "Nutzungsarten" am Betrieb halten, gilt seit dem 1. April 2014. D.h. Sie müssen dies jetzt bereits melden oder sobald Sie eine mitteilungspflichtige oder eine weitere Nutzungsform halten. Auch das endgültige Aufgeben einer Nutzungsart ist mitzuteilen (als Änderung der angemeldeten Nutzungsart). Die Mitteilung umfasst ein Beginndatum und hat ein offenes Endedatum - wenn diese Nutzungsart noch betrieben wird. Oder sie hat ein konkretes Endedatum - wenn die Nutzungsart endgültig aufgegeben und abgemeldet wurde.

Die anderen Mitteilungen, insbesondere zum "Tierbestand" und "Bestandsveränderungen" sowie "Antibiotikaverwendungen" und in speziellen Situationen die "Tierhalter-Versicherung" beziehen sich immer auf ein einzelnes Kalenderhalbjahr, beginnend mit dem 2. Halbjahr 2014 (vom 1. Juli bis 31. Dezember 2014).

Hinweis: Werden im Kalenderhalbjahr keine Antibiotika verwendet, entfällt nicht nur die Mitteilungspflicht zur Antibiotikaverwendung sondern auch zu Tierbestand und Bestandsveränderungen.

Welche Fristen gelten für die Mitteilungen?

Die Haltung mitteilungspflichtiger "Nutzungsarten" ist spätestens 14 Tage nach Beginn der Haltung mitzuteilen. Änderungen bei mitteilungspflichtigen "Nutzungsarten" müssen innerhalb 14 Tagen gemeldet werden .

Mitteilungen zum "Tierbestand" und "Bestandsveränderungen" sowie "Verwendung von Antibiotika" müssen bis spätestes 14 Tage nach dem Ende des Halbjahres gemacht werden, z.B. für das 2. Halbjahr 2014 müssen die Meldungen bis spätestens 14. Januar 2015 der Behörde vorliegen. Die Daten können aber freiwillig jederzeit ab Beginn des Halbjahres gemeldet werden. Eine kontinuierliche Mitteilung (z.B. pro Durchgang) ist, um den Arbeitsaufwand am Ende des Kalenderhalbjahres möglichst gering zu halten, zu empfehlen.

Die spezielle "Tierhalter-Versicherung" muss (falls erforderlich, siehe unten) spätestes 14 Tage nach dem Ende des Halbjahres vorliegen. Sie kann frühestens nach Ende des Halbjahres erfolgen.

Innerhalb welcher Frist kann ich die bereits gemachten Mitteilungen noch ändern/ korrigieren?

Alle bereits durchgeführten Mitteilungen können  bis zwei Wochen nach Ende des Halbjahres (bis 14. Januar 2015 für 2014/II) geändert werden. Innerhalb des folgenden Kalenderhalbjahres sind online Korrekturen für das vorangegangene Halbjahr weiterhin möglich . Nach Ablauf dieser Frist sind Korrekturen nur noch in schriftlicher Form möglich.

Was hat es mit den Bestandsuntergrenzen auf sich?

Für Mastbetriebe, die prinzipiell zur Mitteilung verpflichtet sind wurden in einer speziellen Verordnung (Tierarzneimittel-Mitteilungendurchführungsverordnung TAMMitDurchV) Bestandsuntergrenzen für die einzelnen Nutzungsarten festgelegt.

Nutzungsart Untergrenze
Mastkälber bis einschließlich 8 Monate 20
Mastrinder ab einem Alter von über 8 Monaten 20
Mastferkel bis einschließlich 30 kg 250
Mastschweine über 30 kg 250
Masthühner 10.000
Mastputen 1.000

Die Mitteilungspflichten nach §§ 58a (Tierhaltungen - Nutzungsart) und 58b (Arzneimittelverwendung) gelten für Betriebe, die im Kalenderhalbjahr für das eine Mitteilung abzugeben ist, durchschnittlich - abhängig von der Nutzungsart - mehr als die Anzahl der in der Tabelle angegebenen Tierzahlen hält. Da die Meldepflicht sich auf die einzelnen Nutzungsarten bezieht, ist es möglich, dass ein Betrieb Tiere in mehreren Nutzungsarten hält und trotzdem die Bestanduntergrenze nicht erreicht, da die Nutzungsarten nicht addiert werden. Beispiel: Tierhalter hält durchschnittlich pro Halbjahr weniger oder genau 20 Mastkälber und weniger oder genau 20 Mastrinder.

Wie berechnet man den Durchschnitt für eine Nutzungsart?

Für die überschlägige Berechnung der Tierzahl einer Nutzungsart, welche im Halbjahr durchschnittlich gehalten wurde, kann folgende Formel verwendet werden:

Die Summe der Tiertage ist hier die Summe aller Tage, an welchen die einzelnen Tiere im Betrieb gehalten wurden. Beispiel: Es wurden 11 Kälber je 70 Tage gehalten => 11 x 70 = 770 Tiertage. Die Summe der Tiertage kann sich auch aus mehreren Zeiträumen mit unterschiedlichen Tierzahlen und Aufenthaltsdauern ergeben. Beispiel: Zeitraum 1 (8 Tiere x 70 Tage) + Zeitraum 2 (12 Tiere x 65 Tage) + Zeitraum 3 (15 Tiere x 60 Tage) = 560 + 780 + 900 = 2.240 Tiertage.

Die durchschnittliche Anzahl gehaltener Tiere pro Halbjahr ist auf der Seite „Eingabe Tierbestand / Bestandsveränderungen" unterhalb der Eingaben und in der TAM-Statistik dargestellt.

Wie entscheide ich ob ich über der Bestandsuntergrenze liege und damit mitteilungspflichtig bin?

bulletWenn Ihr Durchschnittsbestand für eine Nutzungsform sicher kleiner/gleich der oben aufgeführten Bestandsuntergrenzen ist => keine Mitteilungspflicht nach AMG für diese Nutzungsart
bulletwenn Sie nicht sicher sind/ nahe am Grenzwert liegen => bezüglich der Vorgehensweise wenden Sie sich ggf. an die zuständige Behörde; Folgende Varianten sind technisch möglich: gegen Ende des Halbjahres überschlägig den Durchschnittsbestand berechnen (s. o.) und dann ggf. Mitteilungen vornehmen oder: die Nutzungsart(en) mitteilen, als nicht meldepflichtig deklarieren und Bestandsveränderungen melden -> bei Überschreiten der Untergrenzen wird es durch die TAM-HIT-Datenbank einen Hinweis zur Änderung auf "mitteilungspflichtig" geben (dann sind auch Mitteilungen zu Antibiotikagaben Pflicht) oder: die Nutzungsart(en) als mitteilungspflichtig deklarieren, sowie Mitteilungen zu Bestandsveränderungen machen und ggf. bereits Antibiotikagaben mitteilen -> bei Unterschreitung der Bestandsgrenzen gibt es durch die TAM-HIT-Datenbank einen Hinweis. Die Einsicht der Behörde auf AMG-relevante Daten hängt von der Einstufung und Meldung des Halters als mitteilungspflichtig ab. Ändert sich dieser Status von mitteilungspflichtig auf nicht mitteilungspflichtig (weil die Bestandsuntergrenzen nicht überschritten wurden) so hat die Behörde auch keine Einsicht auf die gemachten Mitteilungen.   
bulletwenn Sie sicher über der Grenze sind => Sie sind mitteilungspflichtig, lesen Sie bitte weiter ....

Neu für Rinderhalter: Nach Abfrage des Bestandsregisters in der Rinderdatenbank wird automatisch der Durchschnittsbestand (Kalb/Rind) für den angegebenen Zeitraum ermittelt. Da für das einzelne Tier die Nutzungsart (Mast) nach AMG nicht hinterlegt ist, erfolgt die Berechnung hier nur nach Alter und nicht nach Nutzungsart. Diese Werte dienen damit als Orientierungshilfe!

Welche Meldewege gibt es?

Mitteilungen können online durchgeführt werden, in der TAM-HIT-Datenbank. Schriftliche Meldungen (Papiermeldungen) sind ebenfalls möglich. Zum Teil sind hierfür bereits Regionalstellen benannt. Da dies landesspezifisch geregelt ist, wenden Sie sich ansonsten bitte an Ihr zuständiges Veterinäramt. Für die Meldungen über Software-Programme werden an dieser Stelle noch ausführliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Technische Einzelheiten zum Programm und Schnittstellenbeschreibungen finden sich hier.

NEU: Ich möchte viele Daten auf einmal übermitteln (Massenmeldungen)

Wenn Sie mehrere Daten auf einmal übermitteln wollen, müssen die hochzuladenden Dateien einem bestimmten Format (CSV-Dateien) entsprechen. Musterdateien für die verschiedenen Meldungen finden Sie unter folgenden Links:

bulletNutzungsart
bulletTierbestand
bulletBestandsveränderungen
bulletArzneimittelverwendung

Lokale Dateierstellung (vor der Übermittlung): wenn Sie CSV-Dateien in Excel erstellen, müssen Sie die Daten unbedingt im CSV-Format abspeichern. Dazu wählen Sie im Speichern-Dialog bei Dateityp den Eintrag "CSV (Trennzeichen-getrennt) (*.csv)" und speichern die Daten unter Ihrem gewünschten Dateinamen ab.

Meldung in HIT (Übermittlung der Daten): in der jeweiligen TAM-Eingabemaske finden Sie neben der Überschrift den Verweis zur Massenmeldung (Klick auf "Massenmeldung per Datei"). Dort geben Sie die in Excel oder anderweitig erzeugte CSV-Datei im Feld "Daten-Datei" an und wählen unter "Meldung" die zu den Daten passende Meldungsart, bevor Sie diese an HIT senden.

Muss der Halter die Mitteilung selbst vornehmen - Beauftragung/Anzeige Dritter

Der Halter kann die Mitteilung selbst vornehmen, oder einen Dritten damit beauftragen. Dieser Dritte muss der Behörde angezeigt werden. Dies geht schriftlich oder auch elektronisch. Hierzu gibt es in der TAM-Datenbank einen eigenen Eingabepunkt  "Tierhalter-Erklärung". Hier legt der Halter auch fest, welche Mitteilungen dieser Dritte durchführen, und was er abrufen darf. Sollen mehrere Dritte beauftragt (=angezeigt) werden, so muss für jeden Dritten eine separate Erklärung abgegeben werden. Der Tierhalter bleibt jedoch weiterhin dafür verantwortlich, dass die mitzuteilenden Daten zu seinem Betrieb korrekt, fristgerecht und vollständig in der TAM-HIT-Datenbank vorliegen.

Braucht der Dritte eine eigene Betriebsnummer und PIN?

Sofern der Dritte nicht bereits eine eigene Betriebsnummer besitzt, muss er diese bei der zuständigen  Adressdatenstelle beantragen. Die Adressdatenstelle ordnet auch die Betriebstypen zu - es findet durch die Datenbank KEINE automatische Betriebstypenzuordnung z.B. nach "Tierhalter-Erklärung" zum Dritten statt. Näheres siehe auch unter "Zugang zur TAM-HIT-Datenbank" weiter unten.

Was ist die Tierhalter-Versicherung?

Der Tierhalter muss gegenüber der Behörde schriftlich versichern, dass er sich an die Behandlungsanweisung des Tierarztes gehalten hat und nicht davon abgewichen ist, wenn die Mitteilung zur Arzneimittelverwendung auf Daten von tierärztlichen Anwendungs- und Abgabebelegen basiert.

Diese Versicherung muss am Ende eines jeden Kalenderhalbjahres bei der zuständigen Behörde vorliegen.

bullet

für das 2. Kalenderhalbjahr 2014 (1.7.-31.12.) spätestens bis zum 14. Januar 2015

bulletab 2015:
 
bullet

Für das 1. Kalenderhalbjahr spätestens bis zum 14. Juli und

bullet

für das 2. Kalenderhalbjahr spätestens bis zum 14. Januar

 Sie kann frühestens nach Ende des Halbjahres erfolgen

Weitere Erläuterungen, Links zu den Formularen der Länder und die zuständigen Stellen finden Sie im TAM-Menü unter dem Punkt "Hinweise zur Tierhalter-Versicherung".

Die TAM-HIT-Datenbank

Die Tierarzneimittel (TAM) - Datenbank  ist eine Erweiterung der HIT-Datenbank (Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere - HIT) und damit die zentrale amtliche Antibiotika-Datenbank.

Die HIT-Datenbank ist die zentrale Informationsplattform für die Veterinär- und Agrarverwaltung in Deutschland. Die nach der Viehverkehrsverordnung erforderlichen Meldungen für Rinder, Schweine sowie Schafen und Ziegen werden hier zentral gespeichert. Ziel ist es für die genannten Tierarten, die Herkunft und sämtliche Aufenthaltsorte schnell und zuverlässig zurückverfolgen zu können - insbesondere im Tierseuchenfall.  Darüber hinaus werden in der HIT-Datenbank im Bereich der Rinderdatenbank die Untersuchungsbefunde zu verschiedenen Tierseuchen, wie z.B. für BHV1 und BVD sowie Impfdaten dokumentiert.

Zweck der Tierarzneimittel - Datenbank

Ziel der am 01. April 2014 in Kraft getretenen 16. Arzneimittelgesetz (AMG)-Novelle ist es, den Einsatz von Antibiotika bei Masttieren zu reduzieren sowie den sorgfältigen Einsatz und verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika zur Behandlung von erkrankten Tieren zu verbessern, um das Risiko der Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen zu begrenzen.

Nach dem AMG sind Betriebe verpflichtet, die zur Mast bestimmte Rinder, Schweine, Hühner oder Puten berufs- oder gewerbsmäßig halten, der zuständigen Behörde folgende Angaben mitzuteilen:

bulletNutzungsart/en (Mitteilung der Tierhaltung)
bulletTierbestand / Bestandsveränderungen
bulletAntibiotikaverwendungen

Der Tierhalter kommt seiner Mitteilungspflicht nach, wenn er die erforderlichen Angaben in die TAM-HIT-Datenbank meldet. Meldepflichtige Tierhalter, die nicht via Internet melden, müssen sich ggf. an die Regionalstelle ihres Landes wenden (siehe auch "welche Meldewege gibt es").

Aus diesen Meldungen wird für jede Nutzungsart berechnet, wie häufig die Tiere im letzten Halbjahr im Durchschnitt mit Antibiotika behandelt wurden (Therapiehäufigkeit TH). Betriebe, in denen die Tiere überdurchschnittlich häufig behandelt wurden sind verpflichtet, zusammen mit dem Tierarzt zu prüfen, was der Grund für den erhöhten Antibiotikaeinsatz war und wie dieser gesenkt werden kann. Entsprechende Schritte zur Verringerung sind zu ergreifen. In bestimmen Fällen ist ein Plan mit Maßnahmen zur Verringerung des Antibiotikaverbrauches zu erstellen.

Was muss in TAM-HIT gemeldet werden?

Nutzungsart (AMG §58a Abs. 1 und 2)

Mitteilungspflichtig nach AMG  ist die Tierhaltung mit Angabe der Nutzungsart. Die im Bereich der HIT-Rinderdatenbank bereits vorhandene "Produktionsrichtung" für statistische Erhebungen hat eine andere Definition für "Mast", so dass die Daten für die Nutzungsart ungeeignet sind und eine separate Meldung erforderlich ist.

Tierart Nutzungsart Mitteilungspflichtig Meldefrist Erste Meldung fällig bis spätestens
Rinder
bulletMastkälber bis zu einem Alter von acht Monaten
bulletMastrinder ab einem Alter von acht Monaten
ab Absetzen vom Muttertier
(Kälber gelten als abgesetzt, wenn sie räumlich vom Muttertier getrennt werden)
bulletspätestens 14 Tage nach Beginn der Haltung
bulletÄnderungen innerhalb 14 Tage
1. Juli 2014
Schweine
bulletMastferkel bis einschließlich 30kg
bulletMastschweine über 30kg
ab Absetzen vom Muttertier
(Ferkel gelten als abgesetzt, wenn sie räumlich vom Muttertier getrennt werden)
Hühner und Puten

Mast

ab dem Zeitpunkt des Schlüpfens

Die Meldung hat spätestens 14 Tage nach Beginn der Haltung (darin enthalten die Nutzungsart) zu erfolgen. Da die 16. AMG-Novelle am 01. April 2014 in Kraft getreten ist, ist folgendes zu beachten: Ab dem 01.04.2014 kann der Tierhalter die Nutzungsart melden. Die Meldung hat spätestens bis zum 1. Juli 2014 zu erfolgen. Änderungen sind innerhalb von 14 Tagen mitzuteilen.

Wenn sich die Nutzungsarten nicht ändern, ist keine erneute Meldung erforderlich. Nur im Fall einer Erweiterung oder Wegfalls einer oder mehrerer Nutzungsart(en) ist eine erneute Meldung durch den Tierhalter durchzuführen.

Zudem ist die freiwillige Angabe von nicht meldepflichtigen Nutzungsarten möglich für 

bulletBetriebe, die gemäß AMG relevante Tierarten halten, aber unter den Bestandsuntergrenzen liegen
bulletBetriebe mit sonstigen Tierarten (z.B. Milchkühe, Zuchtsauen, Legehennen) können diese als "sonstige" eintragen

Die freiwillige Eingabe nicht meldepflichtiger Nutzungsarten ermöglicht dem Halter die Erfassung der Angaben des Bestandsbuches und des Abgabe- und Anwendungsbeleg (AuA-Beleg) für alle Arzneimittel. Betriebe, die mit ihren AMG-relevanten Tier- bzw. Nutzungsarten unter die Bestandsuntergrenzen fallen, können darüber hinaus das System zur Berechnung der Therapiehäufigkeit nutzen.

=> Die zuständige Behörde hat nur Zugriff auf die nach AMG meldepflichtigen Daten!

==>Die Meldung der Nutzungsarten ist Voraussetzung für die Eingabe der Arzneimittelverwendung! 

Tierbestand / Bestandsveränderungen (AMG § 58b (1) 5)

Seit dem 01.07.2014 sind halbjährlich für die jeweilige meldepflichtige Nutzungsart die Anzahl der gehaltenen Tiere (Tierbestand) und die Bestandsveränderungen (Zugänge/Abgänge) im Verlauf des Kalenderhalbjahres zu melden. Auf Basis dieser Angaben wird der Durchschnittsbestand für jede Nutzungsart pro Kalenderhalbjahr errechnet.

Tierart Nutzungsart Meldungen (nach AMG §58b (1) 5.) Meldefrist Erste Meldung fällig bis spätestens
Rinder
bulletMastkälber bis zu einem Alter von acht Monaten
bulletMastrinder ab einem Alter von acht Monaten
Tierbestand
=>
zu Beginn des Kalenderhalbjahres
Bestandsveränderungen 
bulletZugänge
bulletAbgänge

=> im Verlauf des Kalenderhalbjahres

spätestens am 14. Tag desjenigen Monats, der auf den letzten Monat des Kalenderhalbjahres folgt (ab 2015: 14.Januar/ 14. Juli)  14. Januar 2015
für den Zeitraum 01.07.-31.12.2014
Schweine
bulletMastferkel bis einschließlich 30kg
bulletMastschweine über 30kg
Hühner und Puten

Mast

Achtung: Betriebe mit Masttieren (Rinder und Schweine), die im Verlauf des Kalenderhalbjahres in eine andere Nutzungsart "hineinwachsen", müssen diese Tiere mittels einer Abgangs- und Zugangsmeldung umbuchen.

Werden im Kalenderhalbjahr keine Antibiotika verwendet, entfällt nicht nur die Mitteilungspflicht zur Antibiotikaverwendung sondern auch zu Tierbestand und Bestandsveränderungen. Eine freiwillige "Nullmeldung" zur Antibiotika-Verwendung ist möglich (siehe unten).

Arzneimittelverwendung (AMG § 58b (1) 1.-4.)

Seit dem 01.07.2014 sind im Verlauf des Kalenderhalbjahres angewandte Antibiotika unter Angabe folgender Punkte zu melden:

bullet Nutzungsart
bullet Anzahl behandelte Tiere
bullet Bezeichnung des angewendeten Arzneimittels
bullet insgesamt angewendete Menge Antibiotika (wird die Menge pro Tier und Tag angegeben, kann die Datenbank die Gesamtmenge errechnen)
bullet Datum der Anwendung
bullet Behandlungstage und Wirkungstage (die Wirkungstage sind für die Berechnung der Therapiehäufigkeit erforderlich)

Auf Basis dieser Angaben und der des Durchschnittsbestandes wird für jede Nutzungsart die betriebliche Therapiehäufigkeit errechnet.

Findet in einem Halbjahr für die Nutzungsart keine Antibiotika-Behandlung statt erübrigen sich hierzu die Mitteilungen. Eine freiwillige "Nullmeldung", mit welcher Sie bestätigen, dass Sie keine Antibiotika im Halbjahr angewendet haben sowie die Richtigkeit der Angabe, kann abgegeben werden. Es wird durch die Datenbank die Therapiehäufigkeit "Null" ermittelt.

Geplant ist, dass auf freiwilliger Basis außerdem die Dokumentation der AuA-Belege bzw. des Bestandsbuches in elektronischer Form in der TAM-HIT-Datenbank geführt werden kann. 

Therapiehäufigkeit (AMG § 58c)

Die Therapiehäufigkeit (TH) ist die Anzahl der Tage im Halbjahr, an denen ein Tier dieser Nutzungsart im Betrieb im Durchschnitt mit antibiotischen Wirkstoffen behandelt wurde.

Die Angaben zur Arzneimittelverwendung und dem Tierbestand bzw. den Bestandsveränderungen werden für die Berechnung der einzelbetrieblichen Therapiehäufigkeiten verwendet. Die Formel zur Berechnung der Therapiehäufigkeit lautet

Es werden alle Behandlungen mit Antibiotika im Halbjahr eingerechnet (-> Σ Summe aller Einzelgaben). Aus allen bundesweiten einzelbetrieblichen TH werden für jede Nutzungsart die Kennzahlen 1 und 2 ermittelt. Die Kennzahl 1 ist der Median, d.h. der Wert unter dem 50 Prozent aller erfassten halbjährlichen Therapiehäufigkeiten (also Betriebe) liegen. Die Kennzahl 2 ist das dritte Quartil, d.h. der Wert unter dem 75 Prozent aller erfassten halbjährlichen Therapiehäufigkeiten (also Betriebe) liegen. Die Kennzahlen werden erstmalig Ende März 2015 im Bundesanzeiger bekanntgemacht. Der Tierhalter muss seine einzelbetriebliche TH mit diesen abgleichen. Liegt er unter beiden Kennzahlen muss er nichts veranlassen. Liegt er über einer der beiden Kennzahlen sind (abgestuft nach Kennzahl 1 oder 2) Maßnahmen zu ergreifen.

Ein Beispiel zur Berechnung der Therapiehäufigkeit in der TAM-/Antibiotika-Datenbank kann hier heruntergeladen werden (PDF):

Beispiel Berechnung der Therapiehäufigkeit

Beispiel Berechnung der Therapiehäufigkeit (Hähnchenmast)

Zugang zur TAM-HIT-Datenbank 

Über die Internet-Adresse www.hi-tier.de hat der Anwender Zugang zur TAM-HIT und zum Meldeprogramm für die Eingaben nach AMG. Im Meldeprogramm meldet er sich unter seiner Betriebsnummer und PIN in der HIT an und kann seine Daten einsehen und im Rahmen seiner Kompetenz  entsprechende Meldungen durchführen. 

Die Anmeldung dient zur Identifikation und Authentifizierung des Benutzers. In der HIT ist es erforderlich, dass sich jeder Anwender ausweisen kann. Dadurch wird sichergestellt, dass nur berechtigte Benutzer Meldungen ausführen und Informationen abrufen dürfen.

Die Authentifizierung des Benutzers bei der Anmeldung erfolgt über die 12-stellige Betriebsnummer und die zugehörige numerische PIN (für Organisationen  i.d.R. zusätzlich über die 1- bis 4-stellige Mitbenutzerkennung, wenn mehrere Mitarbeiter Zugang zur Datenbank haben).

Tierhaltungsbetriebe, die bereits in HIT registriert sind...(i.d.R. Rinderhalter, Schweinehalter)

=> Erneute Registrierung nicht erforderlich
=> Haben Zugriff auf die TAM-HIT-Datenbank

Informationen über Betriebsdaten zur eigenen Betriebsnummer sind unter dem Menüpunkt Betriebsdaten- erweiterte Übersicht abrufbar.

Tierhaltungsbetriebe, die nicht in HIT registriert sind...(Hühner-/Putenmastbetriebe)

bulletMüssen sich bei der Adressdatenstelle registrieren lassen - dies betrifft insbesondere Hühner-/Putenmastbetriebe
bulletBetriebsnummer (HIT-Registriernummer)
Zur eindeutigen Identifizierung und Registrierung muss einem Betrieb eine 12stellige Betriebsnummer (= Registriernummer nach der Viehverkehrsverordnung) zugeteilt worden sein. Diese ermöglicht eine Zuordnung der in der HIT abgegebenen Meldungen zu einem Meldepflichtigen. 

Die 12-stellige Betriebsnummer ist nach dem statistischen Gemeindeschlüssel aufgebaut:
2 Stellen Bundesland, 3 Stellen Landkreis, 3 Stellen Gemeinde, 4 Stellen laufende Nummer, z.B. 05 123 456 7890. Optional kann zusätzlich der Länderschlüssel für Deutschland (276) vorangestellt werden, z.B. 276 05 123 456 7890.

Für die Betriebsdatenpflege, wie z.B. die Änderung der Anschrift oder im Fall einer Betriebsaufgabe ist die Adressdatenstelle im jeweiligen Land zuständig. 

Landesspezifische Besonderheiten

Baden-Württemberg hängt an die Betriebsnummer eine Ziffer zur Kennzeichnung der Betriebsnachfolge und zusätzlich eine Prüfziffer an, so dass die Betriebsnummer 14-stellig ist. Bei der Eingabe der Betriebsnummer in die HIT sind die letzten beiden Ziffern wegzulassen.

Rheinland-Pfalz verwendet teilweise eine 14-stellige Nummer. Da die Betriebsnummer 12-stellig einzugeben ist, ist die Ziffer an sechster und siebter Position der  14-stelligen Nummer nicht anzugeben. Nähere Hinweise gibt die zuständige Landwirtschaftsbehörde bei der Kreisverwaltung.


bulletBetriebstyp "Tierhalter"
Der Benutzer besitzt nur Zugriffkompetenz auf die TAM-HIT-Datenbank, sofern für die Betriebsnummer ein entsprechender Betriebstyp in HIT durch die Adressdatenstelle eingetragen wurde, z.B. Rinderhalter, Schweinehalter oder Geflügelhalter. Über den Betriebstyp, d.h. die Rolle, die der Registrierte im System hat, wird festgelegt, welche Rechte er im System hat. Der einzelne Benutzer kann nur im Rahmen der ihm zugewiesenen Kompetenz Programmfunktionen in der HIT nutzen. 

Informationen über Betriebsdaten zur eigenen Betriebsnummer sind unter dem Menüpunkt Betriebsdaten- erweiterte Übersicht abrufbar.

Benannter Dritter
Der Tierhalter kann entscheiden, ob er die Mitteilungen gem. §58a und b (AMG) selber vornimmt oder sie an Dritte delegiert. Ein solcher Dritter kann z.B. ein behandelnder Tierarzt oder ein anderer Dritter (z.B. QS) sein. Beauftragt der Tierhalter einen Dritten mit der Durchführung der vorgeschriebenen Mitteilungen, muss er dies unter Nennung des Dritten gegenüber der zuständigen Behörde anzeigen (§58a Abs. 4 AMG). Der Anzeigepflicht kommt er nach, wenn der Tierhalter eine Erklärung in HIT erfasst oder per Formular schriftlich bei der zuständigen Behörde einreicht (i.d.R. das Veterinäramt).

bulletDer Hoftierarzt als Dritter
ist i.d.R. bereits registriert. Eine bereits in der Vergangenheit erteilte Hoftierarztvollmacht ermächtigt den Tierarzt nicht, Meldungen nach dem AMG durchzuführen!
 
bulletSonstiger Dritter (z.B. QS)
Ein vom Tierhalter beauftragter Dritter muss eine eigene Registriernummer haben; die für die Registrierung verantwortliche Adressdatenstelle vergibt zudem den entsprechenden Betriebstyp 713 "Benannter Dritter (TAM) gem. Tierhalter-Erklärung (wenn nicht Tierarzt)". Dieser Betriebstyp dient nur zur Steuerung der Menüauswahl; die Zugriffsrechte - also Eingabe/Abruf von TAM-Daten-  ergeben sich aus der Tierhalter-Erklärung. 

PIN-Vergabe

Die Authentifizierung des Benutzers bei der Anmeldung erfolgt über die 12-stellige Betriebsnummer und die zugehörige numerische PIN (für Verwaltungsstellen i.d.R. zusätzlich über die 1- bis 4-stellige Mitbenutzerkennung).

Für den Online-Zugang zur HIT-Datenbank ist eine PIN (Persönliche Identifizierungs-Nummer) zur jeweiligen Betriebsnummer erforderlich. Die PIN wird von der zuständigen Regional- bzw. Adressdatenstelle des jeweiligen Landes vergeben. 

Falls die PIN vergessen wurde oder Probleme bei der Anmeldung auftraten, ist bei der o.g. Stelle eine neue PIN zu beantragen. Die HIT vergibt keine PIN!

PIN vergessen und mögliche Fehlerquellen

Da die Eingabe der PIN nicht im Klartext erscheint, kann es zu falschen bzw. fehlerhaften Eingaben der PIN kommen, wodurch die Anmeldung fehlschlägt. Zu prüfende Fehlerquellen sind:

bulletDie PIN wurde grundsätzlich falsch eingegeben.
bulletEs wurden zu wenige oder zu viele Zeichen eingegeben. 
Ist die PIN beispielsweise 8-stellig, müssen im Eingabefeld auch symbolisch 8 Zeichen angedeutet werden.
bulletEs wurden weniger als sechs Zeichen eingegeben. Die PIN muss mindestens 6-stellig sein.
bulletEs wurden Sonderzeichen oder Buchstaben eingegeben. Die PIN muss rein numerisch sein.
bulletDie PIN wurde mit einer führenden 0 (Null) eingegeben. Dies ist nicht zulässig.
bulletDie Feststelltaste ("Caps Lock") ist gedrückt. In diesem Fall leuchtet direkt auf der Feststelltaste oder oben rechts über dem Nummernfeld ein Lämpchen (i.d.R. das mittlere der drei). Dieses muss durch erneutes Drücken der Feststelltaste oder der Großstelltaste ("Shift") ausgeschaltet werden.

Schlug die Anmeldung durch falsche bzw. fehlerhafte Eingabe der PIN fehl, erscheint eine Fehlermeldung mit detailliertem Hinweis, ob die PIN grundsätzlich falsch eingegeben wurde oder welches Zeichen bei der Eingabe der PIN fehlerhaft war. 

Als weiteres Orientierungsmerkmal wird der Zeitpunkt der letzten PIN-Änderung ausgegeben. Dieser Hinweis ist beispielsweise für den Fall hilfreich, dass innerhalb einer Familie dieselbe PIN genutzt wird, ein Familienmitglied die PIN vor kurzem geändert hat, aber vergessen wurde, diese Änderung auch den anderen Familienmitglieder mitzuteilen.

Ein Problem tritt bei Anwendern auf, die ihre PIN im Browser gespeichert haben. Die Anmeldung und anschließende Änderung der PIN im Programm ist möglich. Der Browser selbst merkt diese Änderung jedoch nicht, so dass beim nächsten Einloggen Probleme auftreten. Hier muss der Anwender auch im Browser die alte PIN überschreiben. 

Wird das betreffende Popup-Fenster mit der PIN nicht mehr angezeigt, ist folgende Browser-Einstellung vorzunehmen: Extras/Internetoptionen/Inhalte/AutoVervollständigen/"Nachfragen, ob Kennwörter gespeichert werden sollen" aktivieren.
Damit wird das Popup-Fenster wieder angezeigt und der Anwender kann die neue PIN eingeben.

Neue PIN anfordern

Falls 

bulletdie PIN vergessen wurde,
bullettrotz der zu prüfenden Fehlerquellen eine Anmeldung nicht möglich ist oder 
bulletbei der PIN-Änderung Probleme auftraten, 

ist bei der zuständigen zuständige Landesstelle eine neue PIN zu beantragen. 

Eine Abfrage der vergessenen PIN ist grundsätzlich weder bei der zuständigen Landesstelle noch bei der HIT möglich.

PIN ändern

Eine gültige PIN kann jederzeit geändert werden. Der Dialog "PIN ändern" ist im Menü aufrufbar.

 

Vorgehensweise

In das Feld "Neue PIN" ist eine frei wählbare mindestens 6stellige Nummer einzugeben. Hierbei ist zu beachten, das sich die neue PIN von der alten PIN unterscheiden muss, nur Ziffern zulässig sind und nicht mit 0 beginnen darf. Für jede eingegebene Ziffer wird ein Sternchen angezeigt.

Im nachfolgenden Feld "PIN-Wiederholung" ist die neue PIN zu wiederholen und die Schaltfläche <Ändern> zu klicken.
Die Klarsichtanzeige ist standardmäßig  inaktiviert, so dass die PIN nach der Änderung nicht sichtbar ist. Wird die PIN-Anzeige in Klarsicht gewünscht, muss hier  "ja" markiert werden.

Nach Eingabe der PIN ist die Schaltfläche "Ändern" zu drücken

Sofern die neue PIN vom System akzeptiert wurde, erfolgt die Rückmeldung "Die PIN Änderung für den Betrieb ... wurde erfolgreich durchgeführt!". Über den Link "Zurück zum Menü" gelangt man ins Hauptmenü. 

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